Skoliose - Was ist das? 

 

Als Skoliose bezeichnen wir eine Seitverbiegung der Wirbelsäule, welche nicht mehr vollständig aufgerichtet werden kann. Die Beweglichkeit der Wirbelsäule ist meist im betroffenen Abschnitt deutlich verringert, so dass eine Begradigung der Wirbelsäule aktiv in der Regel nicht erreicht werden kann. Mit einer solchen Seitverbiegung ist eine Verdrehung der Wirbelkörper verbunden, welche den Rippenbuckel oder Lendenwulst erzeugt. Eine Seitverbiegung ohne entsprechende Verdrehung ist keine Skoliose im engeren Sinne. Skoliosen können vielerlei Ursachen haben. Es gibt Skoliosen aufgrund von Nerven- und Muskelerkrankungen, Stoffwechselstörungen sowie angeborene Skoliosen mit Fehlbildungen von Wirbeln und Rippen. Der größte Teil der Behandlungsbedürftigen Skoliosen hat eine immer noch nicht näher bestimmte Ursache. Diese Skoliosen werden als „idiopathische“ Skoliosen (lat.: von sich aus entstandene Skoliosen) bezeichnet. Je früher eine idiopathische Skoliose auftritt, desto ungünstiger ist der zu erwartende Verlauf. Statistisch gesehen haben die Brustkorbkrümmungen mit rechtsgelegenem Rippenbuckel bei Mädchen eine große Tendenz fortzuschreiten. Jungen haben grundsätzlich eine etwas günstigere Prognose. 

 

Was sollte bei  Verdacht auf eine Skoliose unternommen werden?

Zunächst sollte ein Orthopäde aufgesucht werden, um neben der allgemeinen Anamnese, der Inspektion und der körperlichen Untersuchung zu entscheiden, ob eine Anfertigung eines  Röntgenbildes  zur Sicherung der Diagnose sinnvoll wäre.  Sollte sich nun herausstellen, dass eine behandlungsbedürftige Skoliose vorliegt, kommen je nach Schwere und Prognose des Krankheitsbildes qualifizierte Krankengymnastik, eine Korsettversorgung und/oder in seltenen Fällen gar eine Operation zur Korrektur  des Haltungsschadens  zur Anwendung. 


Wie kann die Skoliose durch Krankengymnastik behandelt werden? 

Die größten Erfolge der krankengymnastischen Behandlung von Skoliosen hat die Krankengymnastik nach dem Schroth Konzept zu verzeichnen. Mit der Methode der „Dreidimensionalen Skoliosebehandlung nach Katharina SCHROTH“ wird seit 1921 eine ganzheitlich orientierte Behandlung in Deutschland angeboten.


Was bedeutet „dreidimensionale Skoliosebehandlung“?

Bei Skoliose ist der Rumpf auf dreidimensionale Weise verformt. Das muss sowohl der Therapeut aber auch der Patient erkennen und wissen. Deshalb werden die Patienten zunächst in die Schroth`schen Gedankengänge eingeführt. Sie sehen ihre Fehlform zwischen den Spiegeln und bekommen Erklärungen, wie diese dreidimensionale Fehlform wieder rückgängig gemacht werden kann, unter der Vorstellung, das Gegenbild zu schaffen von dem, was der Körper augenblicklich zeigt.

Nach Schroth ist die Formverschiebung des Rumpfes und damit der Wirbelsäule, die nach drei Richtungen (Dimensionen) hin verläuft = nach vorn-hinten (sagital), nach beiden Seiten (bilateral), nach oben-unten (longitudinal). Daher die Bezeichnung dreidimensional. Häufig wird neben der zu korrigierenden Fehlhaltung zur Funktionsverbesserung die Dreh-Winkel-Atmung angewendet. 

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